Tradition
In der Hatha-Yoga-Tradition wird der Körper als Werkzeug auf dem spirituellen Weg betrachtet, um eine körperliche, emotionale und geistige Stabilität zu erlangen. Traditionell wird Yoga im persönlichen Kontakt von/m LehrerIn zum/r SchülerIn weitergegeben.
Hatha-Yoga wird in der fu-om unterrichtet in der Tradition von:
Dr. Manohar Laxman Gharote (1931 – 2005)
Gründer und langjähriger Leiter des Lonavla Institute of Yoga sowie Ex-Direktor des G.S. College of Yoga and Cultural Synthesis des Kaivalyadhama-Institutes, Lonavla, Indien.
Dr. Gharote arbeitete über 40 Jahre an der wissenschaftlichen, literarischen und therapeutischen Forschung im Bereich des traditionellen Yoga. Er unterstützte diverse Yogalehrerausbildungsgänge mit seiner weltweiten Lehrtätigkeit.
Leopoldo Chariarse (geb. 1928)
ist von Dr. Jean Klein über viele Jahrzehnte in der Philosophie und Praxis des Yoga unterrichtet worden. Seit 1984 Gründer und Leiter der GGF, Gesellschaft für Geisteswissenschaftliche Fortbildung e.V. in Düsseldorf. Herr Chariarse ist Yogalehrer BDY/EYU und seit 1970 ordentliches Mitglied des BDY/ EYU sowie Yogatherapeut des Vidyasagar Technological Institute of Physical Education & Sports in Midnapore, Indien. Zudem ist er als Anthropologe, Musikwissenschaftler, Musiker und Lyriker weltweit bekannt.
Kaschmirscher-Yoga wie er von Leopoldo Chariarse unterrichtet wird, gründet auf einer alten Schrift, dem Vijnana Bhairava Tantra. Im Vergleich zum klassischen Hatha-Yoga, wo exakte Form und Benennung ihre wesentliche Bedeutung haben, löst sich beim Kaschmirischen-Yoga die Form immer mehr auf. Es wird mit dem Energiekörper gearbeitet.
Hier geschehen die Haltungen fließend, aus dem Empfinden heraus, und das Raumbewusstsein wird erweckt. Wir entwickeln eine innere Haltung des Empfindens und Lauschens, frei von geistiger Einmischung.
Durch dieses Lauschen können sich die subtilen Schichten körperlicher Energien entfalten und der Körper findet seine ursprüngliche Leichtigkeit zurück. Die Lebensenergie, Prana, kommt in Fluss.
Patrick Tomatis ist von Nil Hahouthoff zum Yogalehrer ausgebildet worden. Heute lebt er in Paris und unterstützt seit vielen Jahren den französischen Yogalehrverband (FNEY: Fédération Nationale des Enseignants de Yoga) und die Yogalehrergewerkschaft (SNPY: Syndicat National des Professeurs de Yoga ).
Er verkörpert die Ideale seines Lehrers und setzt seine Tradition fort. Die Lehre Nil Hahouthoffs stellt eine geniale Synthese zwischen verschiedenen Yogarichtungen und modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen dar. Die Rolle von asana und pranayama im Yoga als Weg der Transformation wird verständlich vermittelt. Sie besteht in einer Verbindung, welche zwischen der äußeren Persönlichkeit und dem profunden Selbst entsteht, der essentiellen und fundamentalen Natur des Menschen.
Natürlich wird jede/r auf dem Yoga-Weg immer wieder Neues lernen. So sind die großen Errungenschaften der Detailarbeit des Iyengar-Yoga ebenfalls von Bedeutung für den Unterrichtsstil der fu-om-yoga.